Sonntag, 29. April 2007

Der Höllentrip Part II: Viva Las Vegas!

Von Viva Las Vegas!

Nachdem wir uns stundenlang durch die unerträgliche Hitze des Death Valley gekämpft hatten, machten wir uns schließlich auf den Weg nach Vegas. Schon die Fahrt war geprägt von Gegensätzen: Kaum hatten wir die Grenze nach Nevada überschritten, war unser Weg gesäumt von Werbebannern für Glücksspiel und Feuerwerkskörper - warum auch immer. Da Las Vegas noch eine gute Stunde von der Grenze entfernt war, kamen wir auch in den Genuss der "ländlichen" Gebiete von Nevada: Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie eine so trostlose Gegend gesehen.

Als die Sonne schon langsam unterging kam endlich die Skyline von Vegas ins Blickfeld und wir konnten schon von weitem die zahllosen Lichter der Casinos, Hotels und Clubs sehen.

Von Viva Las Vegas!


Wer wie wir zum ersten Mal in Vegas ist und - wie wir - verzweifelt nach seinem Motel sucht und durch die Stadt kurvt, wird sofort überwältigt von den Themen-Bauwerken - auch wenn die Geographie nicht so ganz stimmt: New York liegt zwischen Ägypten und Monte Carlo. Ganz am Ende kommen dann Paris und Venedig. Kein Wunder dass wir unser Hotel erst nach mehreren Runden gefunden haben :-)

Von Viva Las Vegas!

Endlich im Motelzimmer angekommen, haben wir uns direkt - obwohl total fertig - nach einer Rekordzeit-Dusche aufgemacht zum "Strip" (die Erlebnismeile in Vegas).

Ausser dem MGM Grant...

Von Viva Las Vegas!


war das erste was wir gefunden haben, weil es direkt neben dem Motel liegt, das berühmt-berüchtigte "Hooters"....

Von Viva Las Vegas!

..., wo einem der Legende nach bildhübsche Frauen in knapper Kleidung und auf Rollschuhen das Essen und Drinks servieren. Leider war die Leuchtschrift vor dem Haus das einzig Schillernde an der Sache und das Innere mehr als enttäuschend: Es gab zwar die allseits bekannten Kellnerinnen, aber das Publikum bestand zum größten Teil aus übergewichtigen, hässliche Leuten die pausenlos ihr gesamtes Bargeld in klimpernde Spielautomaten warfen - ein Anblick der uns übrigens die ganze Zeit über nicht mehr loslassen sollte.

Noch hungriger näherten wir uns langsam dem Zentrum und sind dabei auf die lustigsten Gebäude gestossen.

Von Viva Las Vegas!

Leider erfüllten praktisch alle Restaurants die beiden folgenden Kriterien: a) Es gibt grundsätzlich BURGER b) Alles ist unglaublich teuer.

Ironischerweise hatten wir dann nach etwa einer halben Stunde statt eines Restaurants nur das hier gefunden:

Von Viva Las Vegas!

Irgendwann haben wir dann endlich ein China-Restaurant gefunden, wo man für 15$ aus einem Buffet von 100 Speisen so viel essen konnte wie man wollte. Es ist an dieser Stelle wahrscheinlich überflüssig zu sagen dass wir uns wie die Wahnsinnigen auf das Essen gestürzt haben, um uns etwa eine Stunde später bewegungsunfähig, die letzte gebackene Banane verfluchend, selbst zu bemitleiden...

Nachdem wir den Strip schließlich einmal rechtsseitig komplett durchlaufen hatten, und praktisch alle Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Paris...

Von Viva Las Vegas!

... und Venedig...

Von Viva Las Vegas!

..hinter uns hatten, sind wir dann zum Motel zurück gelaufen, um uns für den Club umzuziehen.

Da keiner von uns so intelligent war seine Kamera mitzunehmen, konnten wir leider das tollste Erlebnis in Vegas nicht festhalten: Die Bar die wir besuchen wollten, war laut Aussage eines Taxifahrers total überfüllt. Er hat uns dann statt dessen zur "Voodoo Lounge" im Rio, etwas abseits vom Strip, gefahren. Dort angekommen mussten wir dann um reinzukommen den sagenhaften Betrag von 30$ pro Mann (!) bezahlen. Aber - es hat sich gelohnt. Die Lounge liegt auf den beiden obersten Etagen des Hochhauses (50+51) und man hat einen unglaublichen Blick über Las Vegas.
Zu erwähnen wäre dann noch, dass jeder von uns noch etwa 50$ an Getränken bezahlt hat (bei 12$ für Whisky-Cola auch keine Kunst). Aber das war eigentlich angesichts der supercoolen Stimmung und der insgesamt guten Musik zu verschmerzen.

Am nächsten Morgen sind wir dann nochmal durch die Stadt gelaufen auf der Suche nach Souvenirs. Angesichts der 60 Millionen Touristen, die jedes Jahr nach Vegas kommen, verkauft auch praktisch jeder Laden irgendwas, dass man der Familie nach Hause mitbringen kann - auch wenn es nur die Tasse mit der Aufschrift "My folks went to Vegas - and all they bought me was this f*cking mug!" ist.

Von Viva Las Vegas!


Als wir dann endgültig genug hatten von bunten blinkenden Lichtern und Werbekarten käuflich zu erwerbender Damen, haben wir uns schließlich zu unserem letzten Reiseziel aufgemacht:
Dem Hoover-Damm...

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