Mittwoch, 4. Juli 2007

Mexico, Mexico: Teil I



Weil Lars und ich es geschafft hatten, die beiden Arbeitstage nach dem 4. Juli frei zu bekommen und Martin auf Hawaii war, haben wir uns entschlossen den bisher waghalsigsten Trip zu starten: Mit dem VW-Bulli nach Mexiko!
Der Plan war, so etwa gegen 16 Uhr von der Arbeit direkt nach Süden zu starten um nicht in den täglichen Feierabendstau in der Bay Area zu geraten. Wir wollten eigentlich nur noch schnell bei der AAA (ADAC in den USA) vorbei um uns Karten von Mexiko zu holen - nach über einer Stunde sind wir dann endlich von da weg gekommen, natürlich nicht ohne auf die angeblich lebensnotwendig Auto- und Krankenversicherung hereinzufallen...

Also, endlich allen Kram in den Bulli geworfen, noch 3x die Pässe und alles gecheckt, schnell noch für ein Foto geposed....



... und dann 2 Stunden zu spät zum Roadtrip gestartet. Deswegen waren wir dann auch kein bisschen überrascht, nur 10 Minuten später im fettesten Feierabendstau zu stehen!

Als wir endlich aus der Bay raus waren ging es dann aber doch schnell voran und wir haben es noch am gleichen Abend bis nach Orange County (südlich von LA) geschafft. Weil es für ein Hotel zu spät war und wir todmüde waren, haben wir den Bulli einfach unter einer Palme....



.. vor einem total verrosteten VW-Bus abgestellt und haben gepennt. Am nächsten Morgen (4.Juli) war natürlich die Hölle los und eine Straße weiter gab es eine riesige Parade zum Nationalfeiertag. Da gab es lustige Schauwagen und Musikkapellen und natürlich, was ausser uns glaube ich niemand merkwürdig fand, einen Zug mit den netten Jungs von der National Rifle Association,...



...die auf ihrem Wagen mit jede Menge USA-Fahnen und noch mehr Waffen natürlich zeigen mussten, dass man jederzeit und überall für den nächsten Privatkrieg gewappnet ist.

Zu Orange County selbst kann ich nur sagen, dass es einer der schönsten Plätze ist, den ich bisher gesehen hab. Kilometerlanger Sandstrand...




..., geile (meterhohe) Wellen - und die coolen Baywatch-Jeeps natürlich :-) Natürlich haben Lars und ich uns sofort mit den Bodyboards in die Fluten geworfen und sind "gesurft" - was in hier bedeutet dass man auf dem Board auf die Welle wartet, die einen dann so durch die Gegend wirbelt, dass man erst nach 30 Sekunden totaler Orientierungslosigkeit wieder oben und unten erkennt und nach seinem Board suchen kann (das liegt 50 Meter weiter am Strand).

Nachdem wir also den Mittag in OC - genaugesagt Huntington Beach...




...verbracht haben, sind wir dann nach San Diego in Richtung Grenze aufgebrochen. Auf dem Weg gab es dann schon lustige Schilder, worauf man als US-Bürger in Mexiko achten muss.



Der Grenzübertritt selbst war dann relativ leicht - wir sind einfach über die Grenze gefahren und wurden nicht mal kontrolliert. Anscheinend wird nicht viel von den USA nach Mexiko geschmuggelt ;-)

Wir haben es dann geschafft, uns schon innerhalb der ersten 3 Minuten in Mexiko zu verfahren und sind statt auf die Autopista (eine kostenpflichtige, geteerte (!) Straße) in die Innenstadt von Tijuana gefahren. Das war lustig - Verkehrsschilder gibt es ebensowenig wie allgemeine Fahrregeln, die Benutzung des Blinkers zum Beispiel scheint sich in Mexiko nicht durchgesetzt zu haben. Irgendwann haben wir es dann doch geschafft in einem lebensgefährlichen Manöver über 3 Fahrspuren (sogar die anderen, mexikanischen Autofahrer waren überrascht) die richtige Auffahrt zu finden und das Chaos von Tijuana hinter uns zu lassen.



Unser Zwischenziel, eine Stadt namens Ensenada, lag nur etwa 100 Kilometer entfernt und da die Straße wie erwähnt gebührenpflichtig war und deswegen in relativ gutem Zustand, sind wir noch vor Einbruch der Dunkelheit angekommen und haben uns im teuersten Hotel dass wir finden konnten (75$ pro Nacht für beide zusammen :-) ) einquartiert. Da es in Ensenada keinen Strand gibt, sind wir einfach mit dem Taxi in die Innenstadt gefahren und haben die Barmeile erkundet. Vorher hatte uns der Hotelier noch bei einem Margarita (den man in Mexiko anscheinend mit Salz macht - bah!) erklärt wo man hingehen muss.

Am nächsten Morgen...



...(bei totaler Hitze und mit Restalkohol) haben wir uns dann nach einem kleinen Frühstück nach Südosten zu unserem südlichsten Ziel San Felipe aufgemacht.



Hier noch ein paar Bilder vom Hotel und Ensenada...





(eine riesige Mexiko-Flagge am Hafen von Ensenada)





To be continued...