Samstag, 28. April 2007

Der Höllentrip Part I: Das Tal des Todes

Von Death Valley


Wenn vier Typen beschließen, an einem Wochenende ins Death Valley und nach Las Vegas zu fahren und dabei mehr als 2000 Kilometer in ihrem 12 Jahre alten Auto zurückzulegen, ist dass entweder unendlich mutig oder totaler Wahnsinn. Wie auch immer ihr darüber denkt - der Trip war jede Meile wert:

Nachdem sich herausgestellt hatte, dass ich sowohl Freitag als auch den darauffolgenden Montag arbeiten musste, hatten wir die Wahl hier zu bleiben oder trotz aller Warnungen den Trip durchzuziehen. Natürlich haben wir uns dafür entschieden und sind dann am Freitag gegen 16Uhr losgefahren.

Anfangs sah alles danach aus, als ob wir durch Mißachtung der hiesigen Verkehrsregeln einiges an Zeit herausholen könnten und nachdem wir das Silicon Valley verlassen hatten, fanden wir uns nach kurzer Zeit in der absoluten Einöde wieder....

Von Death Valley

...dachten wir! Exakt an dem Punkt den ihr oben seht, fanden wir uns urplötzlich mitten im Nirgendwo in einem riesigen Stau wieder. Als wir nach etwa einer halben Stunde ca. 500 Meter zurückgelegt hatten, haben wir uns kurzerhand entschlossen, die nächste Abzweigung zu nehmen, um den Stau zu umfahren.
Dass die Idee nicht unbedingt eine unserer Sternstunden war, haben wir nach etwa einer Meile herausgefunden - als wir im nächsten Stau standen, diesmal aber auf dem 10 Meilen langen Umweg :-(

Irgendwie haben wir es dann aber doch noch geschafft, gegen elf Uhr nachts in dem verschlafenen kleinen Ort Lone Pine anzukommen, wo wir zwei Zimmer in diesem Motel gebucht hatten:

Von Death Valley


Nach dem alle Klarheiten mit dem Personal bereinigt waren, wollten Jochen und ich unser Gepäck in unser Zimmer bringen. Nach langer Suche endlich vor unserem Zimmer angekommen, haben wir etwa 5 Minuten lang versucht unsere Zimmertür aufzubekommen. Als uns die Schalterfrau dann irgendwann unsere Tür mit ihrem Schlüssel geöffnet hat, lag zu unser aller Überraschung bereits jemand in unserem Bett!
Es dauerte eine weitere halbe Stunde, bis wir endlich ein unbenutztes Zimmer mit funktionierender Tür hatten und wir endlich unseren Plan umsetzen konnten, noch schnell vor dem Schlafengehen gemeinsam im Spa/Whirlpool ein Bier zu trinken :-)

Von Death Valley

Am nächsten Morgen sind wir dann in aller Frühe in Richtung Death Valley aufgebrochen. Die ersten hundert Meilen verliefen relativ ruhig und dank unserer Klimaanlage war von der Hitze draussen auch nicht viel zu spüren - da waren wir auch noch nicht im Death Valley. Als wir endlich an der Grenze angekommen waren um für einen kurzen...

Von Death Valley


..Schnappschuss auszusteigen, hab ich zum ersten Mal gemerkt, wie heiss es wirklich ist. Obwohl wir nur 5 Minuten draussen waren, saß ich plötzlich nassgeschwitzt im Auto...
Nachdem ich gerade wieder trocken war, sind wir dann bei den heißersehnten Dünen angekommen und sind spontan einfach mal mit einer Gallone Wasser in die Wüste gelaufen.

Von Death Valley

Bereits nach der ersten Düne, wenn man das Auto nicht mehr sieht, denkt man die Wüste würde nie enden. Um einen Sonnenstich zu vermeiden, sind wir dann relativ bald weitergefahren - wieder nassgeschwitzt...

Obwohl die Wirkung der Hitze dem normalen Menschen eigentlich suggerieren müsste, sich möglichst wenig in der Sonne aufzuhalten - besonders zur Mittagszeit - sind wir irgendwie auf die super Idee gekommen so gegen 12:30h mittags eine spontane Klettertour im Golden Canyon zu machen.

Von Death Valley

Als ich nach einer knappen Stunde klettern dann irgendwann mal nach unten geschaut habe und ganz klein unser Auto gesehen hab (der kleine weiße Punkt im Tal),

Von Death Valley

ist mir dann auch die Erleuchtung gekommen, dass dies vielleicht nicht der genialste Einfall war - zumal wir zu vier wieder nur eine Gallone heisses Wasser dabei hatten.

Trotzdem haben wir es zurück zum Auto geschafft, hatten dann allerdings genug von spontanen Abendteuertouren.

Schließlich lagen zwischen uns und Las Vegas noch immer über 100 Meilen...

Keine Kommentare: